Bruno Jelović: Warum ein Mann in Bosnien für Tausende Straßenhunde kämpft

Manchmal verändert eine einzige Begegnung ein ganzes Leben. Für Bruno Jelović war es die Begegnung mit dem Leid ausgesetzter Hunde in Bosnien und Herzegowina. Aus einem persönlichen Erlebnis wurde eine Aufgabe, die heute das Leben von mehr als tausend Tieren prägt. Doch eine solche Mission kann niemand allein bewältigen.

Ein Leben nimmt eine unerwartete Wendung

Stell dir vor, du hast dir ein Leben aufgebaut. Du hast berufliche Ziele, eigene Pläne und eine Vorstellung davon, wie deine Zukunft aussehen soll. Und dann begegnet dir etwas, das du nicht mehr vergessen kannst.

Für Bruno Jelović wurde genau das zum Wendepunkt.

Er war als Fitness-Coach und Fitnessmodel tätig und hatte sich eine Existenz aufgebaut. Doch bei einem Besuch in Bosnien und Herzegowina wurde er mit dem Schicksal von Straßenhunden konfrontiert, die unter schwierigen Bedingungen ums Überleben kämpfen mussten.

Es waren Begegnungen, die ihn nicht mehr losließen.

Was zunächst mit der Versorgung einzelner Tiere begann, entwickelte sich zu einer Aufgabe, die sein Leben grundlegend veränderte. Bruno entschied sich, seine Aufmerksamkeit und seine Kraft zunehmend dem Tierschutz zu widmen.

Aus dem Wunsch, einzelnen Hunden zu helfen, entstand die Idee, etwas Dauerhaftes aufzubauen.

2019 wurde Save the Dogs BIH gegründet. Das Ziel: Hunden, die ausgesetzt, misshandelt oder sich selbst überlassen wurden, eine sichere Zukunft zu ermöglichen.

Die Hunde, die niemand mehr haben wollte

Straßenhunde haben keine einfache Wahl.

Sie müssen Futter finden, Schutz vor Wetter und Gefahren suchen und sich in einer Umgebung behaupten, die für viele Tiere von Unsicherheit und Leid geprägt ist.

Manche werden ausgesetzt, andere werden geboren, ohne jemals ein Zuhause zu kennen. Wieder andere erleben Gewalt oder verbringen einen Teil ihres Lebens an der Kette oder in beengten Unterkünften.

Hinter jedem dieser Hunde steckt ein individuelles Schicksal.

Einige sind verletzt. Andere sind verängstigt und haben das Vertrauen in Menschen verloren. Manche brauchen intensive medizinische Betreuung, bevor sie überhaupt wieder ein normales Hundeleben führen können.

Wer solchen Tieren helfen möchte, braucht mehr als Mitgefühl. Es braucht Zeit, Fachwissen, Geduld und die Bereitschaft, Verantwortung auch dann zu übernehmen, wenn die erste Rettungsaktion längst vorbei ist.

Genau hier setzt die Arbeit von Bruno Jelović und seinem Team an.

Eine Ranch als Ort der Sicherheit

Wie kann man Hunderten oder sogar Tausenden Tieren helfen, wenn nicht jeder Hund an eine Familie vermittelt werden kann?

Bruno verfolgt einen Ansatz, der sich von der klassischen Vorstellung eines Tierheims unterscheidet.

Auf den Ranches von Save the Dogs BIH sollen die Hunde nicht einfach untergebracht werden. Sie sollen möglichst in Gruppen leben, sich bewegen, spielen und zur Ruhe kommen können.

Für viele Tiere bedeutet das eine zweite Chance: ein Leben mit Schutz, Versorgung und mehr Sicherheit.

Dabei geht es nicht nur darum, Hunde von der Straße zu holen. Die Tiere müssen auch gefüttert, medizinisch versorgt und betreut werden. Verletzungen müssen behandelt werden, und die Bedürfnisse der einzelnen Hunde dürfen trotz der großen Zahl nicht aus dem Blick geraten.

Das ist eine enorme tägliche Aufgabe.

Nach Angaben von Save the Dogs BIH leben inzwischen mehr als 1.200 Hunde in der Obhut des Projekts. Hinter dieser Zahl stehen nicht nur gerettete Tiere, sondern auch ein dauerhaft wachsender Bedarf an Futter, Pflege, medizinischer Versorgung und geeigneten Unterkünften.

Eine Rettung ist schließlich erst der Anfang. Danach beginnt die Verantwortung, die jeden einzelnen Tag weitergeht.

Warum Bruno diese Arbeit nicht allein schaffen kann

Eine solche Aufgabe lässt sich nicht allein mit persönlichem Einsatz bewältigen.

Wer so viele Tiere versorgt, benötigt Menschen, die mitarbeiten, eine funktionierende Organisation und vor allem eine Finanzierung, auf die sich die tägliche Versorgung verlassen kann.

Hunde brauchen jeden Tag Futter. Krankheiten und Verletzungen richten sich nicht nach dem Kontostand. Gehege und Unterkünfte müssen instand gehalten werden. Neue Notfälle können jederzeit hinzukommen.

Das bedeutet: Tierschutz ist nicht nur eine Frage des Herzens. Er ist auch eine dauerhafte organisatorische und finanzielle Herausforderung.

Deshalb sind Menschen wichtig, die das Projekt unterstützen.

Nicht jeder kann vor Ort helfen. Nicht jeder hat die Möglichkeit, selbst einen Hund aufzunehmen. Und nicht jeder verfügt über viel Geld.

Aber Unterstützung hat viele Formen.

Manche Menschen spenden regelmäßig. Andere helfen mit einem einmaligen Betrag. Wieder andere erzählen Freunden und Bekannten von dem Projekt oder teilen einen Beitrag, damit mehr Menschen davon erfahren.

Jede dieser Möglichkeiten kann dazu beitragen, dass die Arbeit weitergehen kann.

Warum ich auf Bruno Jelović aufmerksam machen möchte

Ich möchte mit dieser Website einen Beitrag dazu leisten, dass Bruno Jelović und seine Arbeit mehr Aufmerksamkeit erhalten.

Nicht, weil ein einzelner Mensch alle Probleme des Tierschutzes lösen könnte. Sondern weil ich davon überzeugt bin, dass engagierte Menschen Unterstützung verdienen, wenn sie sich einer schwierigen Aufgabe widmen und versuchen, etwas zu verändern.

Mir geht es darum, die Menschen hinter dem Projekt sichtbar zu machen, die Herausforderungen verständlich zu erklären und Möglichkeiten aufzuzeigen, wie wir selbst helfen können.

Denn häufig beginnt Veränderung damit, dass wir überhaupt hinsehen.

Wer von einem Problem nichts weiß, kann sich kaum dafür einsetzen. Wer ein Projekt nicht kennt, kann es nicht unterstützen. Und wer nicht versteht, wie viel Arbeit hinter der Versorgung so vieler Tiere steckt, unterschätzt leicht, wie wichtig verlässliche Hilfe ist.

Deshalb möchte ich hier künftig über Bruno Jelović, Save the Dogs BIH und die Hunde berichten.

Ich möchte Geschichten erzählen, Hintergründe erklären und zeigen, wo Unterstützung gebraucht wird.

Dabei soll es nicht nur um traurige Bilder gehen. Es soll auch um Hoffnung, Fortschritte und die Frage gehen, wie wir gemeinsam dazu beitragen können, dass aus Hoffnung eine dauerhafte Verbesserung wird.

Du kannst helfen – auch wenn du weit entfernt bist

Vielleicht fragst du dich, was du selbst tun kannst.

Die Antwort ist einfacher, als viele denken.

Du musst nicht nach Bosnien reisen, um einen Beitrag zu leisten. Du musst auch nicht in der Lage sein, einen Hund aufzunehmen.

Du kannst dich zunächst informieren und die Arbeit von Save the Dogs BIH kennenlernen.

Wenn du das Projekt unterstützen möchtest, findest du auf der offiziellen Website Informationen zur Arbeit und zu den vorgesehenen Spendenmöglichkeiten.

Auch das Teilen dieses Beitrags kann helfen, weitere Menschen zu erreichen.

Und wenn du dich für eine Spende entscheidest, gilt: Informiere dich über den vorgesehenen Spendenweg und wähle den Betrag so, dass er zu deinen eigenen Möglichkeiten passt.

Es geht nicht darum, möglichst viel zu geben. Es geht darum, dass Menschen gemeinsam etwas bewegen können.

Hier kannst du dich informieren und die Hunde unterstützen:

Eine letzte Frage

Wie viele Hunde müssen noch ausgesetzt werden, bevor wir bereit sind, genauer hinzusehen?

Wie viele Tiere müssen erst in Not geraten, bevor wir erkennen, dass nachhaltiger Tierschutz mehr erfordert als spontane Hilfe?

Und wie viele Menschen könnten gemeinsam etwas verändern, wenn jeder einen kleinen Beitrag leistet?

Ich glaube, dass wir nicht jedes Problem allein lösen können. Aber wir können entscheiden, ob wir wegsehen oder helfen, wo wir helfen können.

Bruno Jelović hat sich entschieden, diese Verantwortung zu übernehmen.

Mit dieser Beitragsreihe möchte ich dazu beitragen, dass seine Arbeit mehr Menschen erreicht.

Denn jeder Hund, der Schutz und Versorgung braucht, ist mehr als eine Zahl. Und jede Unterstützung kann dazu beitragen, dass die Hilfe weitergeht.

Wenn du mehr über Bruno und Save the Dogs BIH erfahren möchtest, begleite diese Beitragsreihe und teile sie mit Menschen, denen das Wohl von Tieren am Herzen liegt.

Manchmal beginnt Hilfe mit einer ganz einfachen Entscheidung: hinsehen, informieren und handeln.

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