1.300 Hunde, ein Team und eine gewaltige Aufgabe: Was Tierschutz wirklich kostet
Jeden Tag Futter. Jeden Tag Wasser. Jeden Tag Pflege und, wenn nötig, medizinische Hilfe. Für einen einzelnen Hund ist das bereits eine Verantwortung. Für mehr als 1.200 Hunde wird daraus eine gewaltige organisatorische und finanzielle Aufgabe.
Wer die Arbeit von Bruno Jelović und Save the Dogs BIH unterstützen möchte, sollte nicht nur die geretteten Hunde sehen. Es lohnt sich auch, einen Blick auf das zu werfen, was im Hintergrund passieren muss, damit die Tiere dauerhaft versorgt werden können.
Denn Tierschutz besteht nicht nur aus bewegenden Rettungsmomenten. Er besteht vor allem aus einem Alltag, der niemals stillsteht.
Mehr als 1.200 Hunde – was hinter dieser Zahl steckt
Save the Dogs BIH wurde 2019 von Bruno Jelović gegründet. Nach Angaben des Projekts werden inzwischen mehr als 1.200 Hunde versorgt.
Ein Bericht des Schweizer Nachrichtenportals Blick vom Juni 2026 nennt sogar mehr als 1.300 Tiere, die auf mehrere Ranches verteilt seien. Laut diesem Bericht kümmerte sich damals ein Team von 53 Mitarbeitenden täglich um die Hunde.
Diese Zahlen machen deutlich, welche Dimension das Projekt inzwischen erreicht hat. Sie zeigen aber auch, wie groß die Verantwortung ist, die mit einer solchen Aufgabe verbunden ist.
Denn jeder Hund benötigt eine angemessene Versorgung. Die Tiere müssen gefüttert und beobachtet werden. Unterkünfte und Auslaufflächen müssen gepflegt werden. Bei Erkrankungen oder Verletzungen kann tierärztliche Hilfe erforderlich sein.
Und wenn ein Hund neu aufgenommen wird, endet die Verantwortung nicht mit seiner Ankunft. Sie beginnt dort erst richtig.
Der tägliche Bedarf: Futter ist nur der Anfang
Wer einen eigenen Hund hat, weiß, dass die Haltung Geld kostet. Neben Futter fallen Ausgaben für Tierarztbesuche, Impfungen, Medikamente, Pflege und Zubehör an.
Bei mehr als tausend Tieren vervielfacht sich diese Herausforderung.
1. Futter und Wasser
Jeder Hund muss täglich ausreichend versorgt werden. Die benötigte Futtermenge hängt unter anderem von Größe, Gewicht, Alter, Gesundheitszustand und Aktivität ab.
Das bedeutet: Futter muss regelmäßig eingekauft, transportiert, gelagert und verteilt werden. Dabei darf auch die Qualität nicht aus dem Blick geraten.
Save the Dogs BIH erklärt auf seiner offiziellen Spendenseite, dass Futter direkt in Bosnien bezogen wird. So sollen unnötige Lager- und Transportkosten vermieden und zugleich lokale Händler unterstützt werden.
2. Tierärztliche Versorgung
Gerettete Hunde können Verletzungen, Infektionen, Parasiten oder andere gesundheitliche Probleme mitbringen. Manche benötigen unmittelbar Hilfe, andere müssen langfristig behandelt werden.
Zu einer verantwortungsvollen Betreuung gehören – abhängig vom Einzelfall – Untersuchungen, Impfungen, Medikamente und weitere tiermedizinische Maßnahmen.
Solche Kosten lassen sich nicht immer im Voraus kalkulieren. Ein Notfall kann jederzeit eintreten.
3. Kastrationen und Prävention
Wer Straßenhunde nachhaltig schützen möchte, muss auch verhindern, dass immer neue Tiere ungewollt geboren werden.
Kastrationen sind deshalb ein wichtiger Bestandteil vieler Tierschutzprogramme. Sie können dazu beitragen, die unkontrollierte Vermehrung zu reduzieren und langfristig weiteres Tierleid zu verhindern.
Dazu kommen Kennzeichnung, Impfungen und Aufklärungsarbeit. Diese Maßnahmen lösen das Problem nicht über Nacht, sind aber wichtige Bausteine einer langfristigen Strategie.
4. Unterkünfte und Infrastruktur
Eine Ranch benötigt mehr als freie Fläche. Es braucht geeignete Unterstände, sichere Einzäunungen, Rückzugsmöglichkeiten und funktionierende Versorgungsbereiche.
Anlagen müssen gepflegt und repariert werden. Wetter, tägliche Nutzung und die große Zahl der Tiere stellen hohe Anforderungen an die Infrastruktur.
Auch Wasser- und Futterstellen sowie Bereiche für die Versorgung neu aufgenommener oder kranker Hunde müssen sinnvoll organisiert werden.
5. Menschen, die sich kümmern
Hinter der Versorgung stehen Menschen, die täglich Verantwortung übernehmen.
Sie müssen Tiere beobachten, Futter verteilen, Bereiche reinigen und Auffälligkeiten erkennen. Hinzu kommen organisatorische Aufgaben, die Beschaffung von Material, die Koordination von Behandlungen und die Verwaltung des Projekts.
Diese Arbeit lässt sich nicht allein durch gute Absichten erledigen. Sie braucht Zeit, verlässliche Abläufe und eine ausreichende Finanzierung.
Warum Spenden planbar sein müssen
Bei einem Projekt dieser Größenordnung reicht es nicht, gelegentlich eine größere Summe zu erhalten. Die laufenden Kosten entstehen jeden Tag.
Futter muss regelmäßig beschafft werden. Mitarbeitende müssen ihre Arbeit erledigen können. Behandlungen können nicht einfach warten, bis die nächste Spende eingeht.
Regelmäßige Unterstützung kann deshalb helfen, Ausgaben besser zu planen und die Versorgung langfristig abzusichern.
Auf der offiziellen Website bietet Save the Dogs BIH unter anderem Patenschaften an. Laut Projektangaben kostet eine Patenschaft 50 Euro beziehungsweise Schweizer Franken pro Monat. Damit sollen Futter und medizinische Versorgung für den jeweiligen Patenhund unterstützt werden.
Das ist ein konkreter Weg, sich längerfristig zu engagieren, ohne selbst vor Ort sein zu müssen.
Was kann eine Spende bewirken?
Nicht jede Spende finanziert eine vollständige Rettung. Und nicht jeder Euro lässt sich sinnvoll einem einzigen Hund oder einer einzelnen Leistung zuordnen.
Entscheidend ist vielmehr, dass finanzielle Unterstützung dazu beiträgt, die verschiedenen Aufgaben des Projekts zu bewältigen.
Eine Spende kann beispielsweise dabei helfen,
- Futter für die tägliche Versorgung bereitzustellen,
- notwendige tierärztliche Behandlungen zu ermöglichen,
- Kastrationen zu unterstützen,
- Decken und geeignetes Zubehör zu beschaffen,
- die Unterkünfte und Versorgungsbereiche instand zu halten,
- langfristige Tierschutzarbeit und Aufklärung zu fördern.
Welche Kosten gerade am dringendsten sind, kann sich verändern. Wer spenden möchte, sollte sich deshalb über die aktuellen Bedarfe und die offiziellen Spendenmöglichkeiten informieren.
Auch kleine Beträge können Teil einer großen Hilfe sein
Viele Menschen glauben, sie könnten mit einer kleinen Spende ohnehin nichts bewirken. Doch diese Sichtweise greift zu kurz.
Ein einzelner Beitrag muss nicht die gesamte Versorgung eines Hundes finanzieren. Wenn viele Menschen regelmäßig einen überschaubaren Betrag geben, kann daraus eine wichtige Unterstützung entstehen.
Save the Dogs BIH verweist beispielsweise auf das Angebot Teaming, über das Unterstützer nach Angaben des Projekts bereits mit einem Euro pro Monat helfen können.
Auch das Teilen von Informationen kann dazu beitragen, neue Unterstützer zu erreichen. Nicht jeder kann oder möchte Geld spenden. Manche Menschen können aber helfen, indem sie das Projekt bekannter machen.
Wichtig ist, dass jeder selbst entscheidet, was finanziell möglich ist. Tierschutz darf nicht bedeuten, dass Menschen ihre eigene wirtschaftliche Sicherheit gefährden.
Vertrauen ist die Grundlage jeder Spende
Wer Geld spendet, möchte wissen, wem er es anvertraut und wofür es eingesetzt werden soll. Das ist selbstverständlich und richtig.
Deshalb sollten sich potenzielle Unterstützer vor einer Spende über das Projekt, seine Arbeit und die angegebenen Zahlungswege informieren.
Save the Dogs BIH veröffentlicht auf seiner offiziellen Website Informationen zu den Spendenmöglichkeiten und erklärt, für welche Bereiche die Mittel eingesetzt werden sollen. Das Projekt weist außerdem ausdrücklich auf das Risiko gefälschter Spendenaufrufe hin.
Mein Rat: Nutze ausschließlich die offiziellen Spendenwege, die auf der Website des Projekts angegeben sind. Überprüfe die Angaben, bevor du Geld überweist, und sei bei unbekannten Konten oder unerwarteten Nachrichten vorsichtig.
So schützt du dich vor Betrug und sorgst dafür, dass deine Unterstützung den vorgesehenen Empfänger erreicht.
Bruno Jelović kann diese Aufgabe nicht allein tragen
Wenn ein Mensch beginnt, Tieren in Not zu helfen, steht am Anfang häufig eine persönliche Entscheidung: nicht länger wegzusehen.
Doch aus einer einzelnen Rettung kann eine Aufgabe werden, die immer größer wird. Mit jedem aufgenommenen Hund wachsen auch die Verpflichtungen für die kommenden Tage, Monate und Jahre.
Bruno Jelović hat mit Save the Dogs BIH ein Projekt aufgebaut, das nach eigenen Angaben inzwischen mehr als 1.200 Hunde versorgt. Damit trägt die Organisation eine Verantwortung, die weit über einzelne Rettungsaktionen hinausgeht.
Es geht nicht nur darum, einen Hund aus einer gefährlichen Situation zu holen. Es geht darum, ihm danach dauerhaft Nahrung, Schutz und Versorgung zu ermöglichen.
Diese Aufgabe verdient Aufmerksamkeit. Und sie braucht Menschen, die sich informieren und – sofern sie es können und möchten – zur Unterstützung beitragen.
So kannst du helfen
Du möchtest die Arbeit von Save the Dogs BIH unterstützen? Dann gibt es mehrere Möglichkeiten:
Informiere dich: Auf der offiziellen Website findest du Informationen über das Projekt, seine Arbeit und die Spendenmöglichkeiten.
Übernimm eine Patenschaft: Wenn du regelmäßig helfen möchtest, kannst du dich über die angebotenen Patenschaften informieren.
Spende einmalig: Auch eine einmalige Spende kann zur Finanzierung der laufenden Aufgaben beitragen.
Teile diesen Beitrag: Vielleicht kennst du Menschen, die sich für Tiere engagieren möchten. Mach sie auf die Arbeit von Save the Dogs BIH aufmerksam.
Hier findest du die offiziellen Informationen: Save the Dogs BIH – Spenden
Hinter jeder Zahl stehen Lebewesen
Mehr als 1.200 Hunde zu versorgen, bedeutet eine enorme Verantwortung. Die Zahl allein sagt aber noch nicht alles aus.
Hinter jedem Tier stehen Bedürfnisse, eine eigene Geschichte und die Hoffnung auf ein Leben ohne Hunger, Angst und Vernachlässigung.
Damit diese Hunde dauerhaft versorgt werden können, braucht es mehr als Mitgefühl. Es braucht Menschen, die sich kümmern, funktionierende Strukturen und eine Finanzierung, die den täglichen Bedarf berücksichtigt.
Mit dieser Beitragsreihe möchte ich dazu beitragen, dass die Arbeit von Bruno Jelović und Save the Dogs BIH mehr Menschen erreicht.
Wenn du helfen kannst, informiere dich über die offiziellen Möglichkeiten. Wenn du nicht spenden kannst, teile den Beitrag. Jede zusätzliche Person, die von diesem Projekt erfährt, kann dazu beitragen, dass die Hunde die Unterstützung bekommen, die sie brauchen.
Denn Tierschutz ist keine einmalige gute Tat. Er ist eine Verantwortung, die jeden Tag aufs Neue beginnt.
Hinweis: Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information und der Sensibilisierung für den Tierschutz. Angaben zu Tierzahlen, Personal und Projektabläufen beruhen auf veröffentlichten Informationen und können sich im Zeitverlauf ändern. Vor einer Spende empfiehlt es sich, die aktuellen Informationen direkt beim Projekt zu prüfen.

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